Fellowships

Teil von Art in Networks ist ein digitales Fellowship-Programm, das internationale Wissenschaftler:innen und Künstler:innen einlädt, eigene Forschung oder artistic research zu betreiben und die Ergebnisse in einem Videoformat auf der Plattform zu präsentieren. 

  • Arlette Quỳnh-Anh Trần

    Arlette Quỳnh-Anh Trần ist eine in Saigon ansässige Kunstschaffende. Ihre Arbeit zielt darauf ab, über den rein ästhetischen Wert von Kunst hinauszugehen und Kunst als Katalysator zu betrachten, der die visuelle Sprache nutzt, um verschiedene Bereiche eines Themas zu interpretieren, zu hinterfragen und zu erzählen. Sie konzentriert sich auf die Zusammenarbeit zwischen der bildenden Kunst und anderen Disziplinen. Arlette hat individuell und gemeinschaftlich an der Istanbul Biennale, dem Hugo Boss Asia Award, Synapse - International Curator Network, HKW, Berlin, CCA-NTU Singapur, Times Museum, Guangdong, Centre Pompidou, Paris teilgenommen. Arlette ist derzeit Margaret F. Williams Memorial Fellow für asiatische Kunst am Asian Art Museum in San Francisco. Sie hat an der Freien Universität Berlin und am California Institute of the Arts studiert

    Plattenlotus
    Zeitspannen:
    • 1974
    • 2074
    Objektgeschichten
    Video der Künstlerin Arlette Quỳnh-Anh Trần, entstanden im Rahmen des Art in Networks-Fellowship-Programms. PLATTENLOTUS ist eine künstlerisch-futuristische Auseinandersetzung mit der sozialistischen Planstadt Vinh, die in den 1970er Jahren durch Expert:innen der DDR in Vietnam gebaut wurde.
  • Gaëlle Prodhon

    Nach ihrer Ausbildung an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Lyon arbeitet Gaëlle Prodhon derzeit an ihrer Doktorarbeit über die fotografische Zirkulation zwischen Algerien, Frankreich und der DDR zwischen 1960 und 1989 an der Universität Paris Nanterre unter der Leitung von Rémi Labrusse und Mathilde Arnoux, die dem Deutschen Zentrum für Kunstgeschichte in Paris angegliedert ist. Sie interessiert sich besonders für die Beziehungen zwischen Fotografie, Macht und Identitäten. Sie unterrichtet außerdem zeitgenössische Kunstgeschichte an der Université de Picardie und Geschichte der Fotografie an der Université Paris-Panthéon-Assas.

  • Katrin Bahr

    Dr. Katrin Bahr ist Kulturhistorikerin mit Schwerpunkt DDR-Geschichte und Erinnerungskultur und unterrichtet derzeit als Professorin für German Studies am Centre College in Danville, Kentucky. Ihren Doktortitel erwarb sie 2020 an der University of Massachusetts Amherst. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit den Alltagserfahrungen von Ostdeutschen in Mosambik in den 1980er Jahren. Ihre Forschung verbindet visuelle Medien, Anthropologie, Gender Studies und postkoloniale Theorien, um internationale Solidaritätsbemühungen im Ausland und Inland zu diskutieren. In diesen Rahmen kuratiere sie die Ausstellung DDR-Bürger in Mosambik: Private Fotografien einer vergessenen Zeit welche in Mosambik, den USA und Deutschland gezeigt wurde. 2012 gründete sie mit einer Kollegin das Netzwerk Third Generation Ost in den USA mit dem Ziel, neue Diskurse rund um die DDR und Ostdeutschland zu erforschen.

    Jenseits der Heimat. Sozialismus, Leben und Erinnerung 
    Zeitspannen:
    • 2022
    Reisen
    Video von Katrin Bahr, entstanden im Rahmen des Art in Networks-Fellowship-Programms. In dem Beitrag geht es um Privatfotografie von DDR-Bürger:innen in Mosambik und um einen persönlichen Zugang zu der Arbeit mit Erinnerungen und privaten Bildern der Vergangenheit.
  • Nikolai Brandes

    Nikolai Brandes arbeitet als Post-Doc im Projekt „global dis:connect“ der LMU München. Er hat eine Dissertation über postkoloniale Perspektiven auf Architekturmodernismen in Mosambik zwischen 1960–1987 verfasst. Anschließend war Nikolai Brandes an einem Projekt des Dänischen Nationalmuseums zu suburbanen Lebensformen in Mosambik und angrenzenden Ländern beteiligt. Diese Forschung regte seine Arbeit an einer Online-Ausstellung an, die die Geschichte einer Wohnsiedlung in Maputo erzählt, welche in den 1980er Jahren mit Hilfe der DDR gebaut wurde (Veröffentlichung voraussichtlich im Herbst 2022).

  • Siska

    Siska wurde in Beirut geboren und lebt und arbeitet als Künstler in Berlin. Er hat einen Masterabschluss in Filmwissenschaft und Regie der Lebanese Academy of Fine Arts in Beirut. Für seine künstlerische Arbeit nutzt er Archivmethoden um gesellschaftpolitische Narrative sowie persönliche und kollektive Erinnerungen zu untersuchen.  Siskas Verwendung von Filmsprache und kinematografischen Codes als strategische Mittel zur Aktivierung eines Archivs ermöglicht es ihm, mit neuen Formen des Erzählens und seiner eigenen Biografie zu experimentieren. Seine Arbeit wurde u.a. im Gropius Bau, bei der Berlinale, in der Halle 14, Paris 104 und den Mosaic Rooms in London gezeigt.

    Ferry Tale
    Zeitspannen:
    • 1975
    Reisen
    Video des Künstlers Siska, entstanden im Rahmen des Art in Networks-Fellowship-Programms.
    Der Beitrag erzählt von der Schifffahrt zwischen der DDR und dem Libanon zu einer Zeit, in der sowohl Berlin als auch Beirut geteilte Städte waren.
    Künstler:innen:
    • Siska
  • Sonya Schönberger

    Sonya Schönberger ist eine in Berlin lebende deutsche Künstlerin, deren Praxis stark von historischen Themen im Dialog mit biografischen Erinnerungen geprägt ist. Viele ihrer Arbeiten sind aus verschiedenen Archiven entstanden, die sie in den letzten Jahren geschaffen oder entdeckt hat. Daneben arbeitet Schönberger auch mit dem sich durch politische oder gesellschaftliche Entwicklungen verändernden öffentlichen Raum in Berlin. Sie arbeitet mit Formaten wie Fotografie, Theater, Installationen, Publikationen und Audio. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem in den USA, Iran, Pakistan, Israel und Kanada.

    Geschmortes Herz
    Zeitspannen:
    • 2022
    Reisen
    Video von Sonya Schönberger
    Artefakte der MS Völkerfreundschaft betrachtet in einer intuitiven Erzählung von der Dramatikerin Enis Maci, eine künstlerische Annäherung ans Thema Reisen.
    Künstler:innen:
    • Sonya Schönberger