- 1975
- Christine Stäps
- Christian Heinze
- Erhard Großmann
Zur Vertiefung der „freundschaftlichen Beziehungen“ mit der Sowjetunion organisierte der Verband Bildender Künstler der DDR Reisen im Rahmen eines Künstler:innenaustausches. Die Künstler Nikolai Blagovolin und Raschid Abduraschitow sollten Bitterfeld in der DDR kennenlernen und Christian Heinze, Erhard Großmann und Christine Stäps Orte Tadschikistans besuchen. Im Fokus der Reise der Künstler:innen aus der DDR stand der vierwöchige Aufenthalt am Nurek-Staudamm. Weitere Stationen waren eine Baumwollernte beim Besuch einer Kolchose sowie ein gemeinsames Biwak im Pamir-Gebirge. Im Gespräch mit Art in Networks erzählt Christian Heinze von den Eindrücken und Begegnungen, die er sowohl vor Ort als auch im Nachgang auch künstlerisch verarbeitete.
1977 reiste Christian Heinze erneut, aber alleine nach Tadschikistan. In einem Interview für die Zeitung Märkische Union Potsdam (13.08.1977) hielt er fest: „Für einen Tag nahm ich die Gastfreundschaft des Deutschlehrers und seiner Familie in Anspruch. Er brachte mir die Einzelheiten der tadshikischen Volkskunst nahe, die Jahrhunderte überdauert hat und von der heutigen Generation in der Kleidung, im Hausrat und in der Ausschmückung der Häuser gepflegt wird.“ Das aus der Begegnung entstandene Gemälde „Lehrer Alijew mit Sohn“ wurde auf der Dresdner Kunstausstellung desselben Jahres gezeigt.
Leider konnte im Rahmen der bisherigen Forschung von Art in Networks nur die Reise der Künstler:innen aus der DDR rekonstruiert werden.